Jul 2021

Warum Events im digitalen Raum neu gedacht werden müssen!

Warum Events im digitalen Raum neu gedacht werden müssen!

by
Tanja Kamp
Let's Think About Media!

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Liveshows

Warum Events im digitalen Raum neu gedacht werden müssen!

Digitale Events sollten und müssen mehr als Show gedacht werden, um ihr Potential auszuschöpfen und sie zu einem nachhaltigen und gewinnbringenden Konzept werden zu lassen.

Mit dem Beginn von 2020 hat sich einiges verändert. Die Art wie wir arbeiten, die Art wie wir anderen Menschen begegnen und die Art wie wir Events erleben. Viele Berufsgruppen hat die Krise hart getroffen. Eine Berufsgruppe, bei der die Arbeit nahezu komplett zum Erliegen gekommen ist, ist die Veranstaltungsbranche. Nach einer kurzen, kollektiven Schockstarre erkannten Eventmanager*innen und Co jedoch, dass die Menschen trotz einer Pandemie Jahreshauptversammlungen, Messen, Konzerte, Ausstellungen und Konferenzen besuchen wollte und musste. So rückte eine Form der Veranstaltung in den Fokus, der sich bis dato hauptsächlich Gamer*innen und das lineare Fernsehen bedienten – das Streaming oder auch bekannt als digitale Veranstaltung oder virtuelles Event.  

Wie nach einem Rettungsring griffen Eventagenturen und Eventausstatter*innen nach dieser Möglichkeit, um den Tiefen der roten Zahlen zu entkommen und investierten anstatt in Empfangstheken und Barhocker in die technische Ausstattung für digitale Events. In was dabei nicht investiert wurde, waren passende Konzepte.

Denn anscheinend glaubten viele ein herkömmliches Event ließe sich eins zu eins in den digitalen Raum übersetzten.

Wer in den letzten Monaten an einer virtuellen Veranstaltung teilgenommen hat, weiß, das dem nicht so ist.  

Events müssen im digitalen Raum neu gedacht werden!  

Zumindest gilt diese Aussage für Eventmanager*innen und Ausstatter*innen herkömmlicher Events. Es gibt nämlich eine Branche, die sich nicht erst seit Corona mit Liveübertragungen und digitalem Entertainment auseinandersetzt: Nämlich die der Showproduzent*innen und AV-Dienstleister*innen.  

"Wetten, dass.. ?" und die Liveschalte zu "unserem Korrespondenten nach Washington" sind nichts anderes als das, was momentan so viele Unternehmen, Konzerne und Veranstalter*innen brauchen.  

Warum also nicht von dieser Expertise und Erfahrung lernen, statt darüber nachzudenken, wie man seinen Messestand digitalisiert in den Laptop bekommt?  

Berlins Neue Kinder hat sich mit Dienstleister*innen für digitale Events ausgetauscht, mit ihren eigenen Liveshow Kund*innen gesprochen und sich bei Partner*innen aus der Eventbranche erkundigt. Ihre Standpunkte, Learnings und Anmerkungen sind hier zusammengefasst:

Die momentane Realität digitaler Events

Die Auftritte von Speaker*innen sind digital genauso wichtig wie analog! Speaker*innen deren Mikrofon nicht funktionieren hört man nicht zu. Eine Speaker*in, die ihr Namensschild auf der Stirn kleben hat, findet man komisch. Eine Speaker*in, die auffällige Requisiten hinter sich aufgebaut hat, lenkt die Leute ab. All diese Faux-Pas sind bei herkömmlichen Events fast nicht mehr existent, bei virtuellen Events jedoch Alltag. Durch fehlende Briefings, Durchlauftests und Hilfestellungen kommt es immer wieder vor, dass die Tonqualität der zugeschalteten Speaker*innen bestenfalls miserabel ist. Gesichter frieren aufgrund schlechter Internetverbindung in den unmöglichsten Positionen ein. Bauchbinden hängen irgendwo im Bild, weil die Speaker*innen nicht wissen, wo sie sich im Bild positionieren sollen. Und das allseits beliebte Bücherregal, welches man leider vergessen hat vorher aufzuräumen, wird zum Blickfang tausender Menschen. Professionelles Auftreten sieht anders aus.  

Was kann man dagegen tun?

  • Schicken Sie daher vor einem Event detaillierte technische Briefings an alle Speaker*innen und stellen Sie sicher, dass diese gelesen und alle Unklarheiten ausgeräumt werden.

  • Für eine bessere Tonqualität können Sie USB-Mikrofone verschicken. Diese sind leicht in der Handhabung und schon ein mittelpreisiges Modell tut seinen Job.

  • Führen Sie vor dem Event Verbindungstest mit den Speaker*innen durch und richten Sie gemeinsam mit ihnen das Bild ein (Sitzposition, Hintergrund, usw.)

  • Wenn virtuelle Hintergründe genutzt werden, stellen Sie sicher, dass die Speaker*innen vor einem kontrastarmen Hintergrund sitzen, damit die Software die Umrisse der Person besser tracken kann.

  • Engagieren Sie eine oder mehrere Moderator*innen, die bestenfalls in einem professionellen Studio stehen und durch das Hauptprogramm leiten. So haben sie mindestens eine sichere Bank, auf die sie setzten können, falls es Verbindungsfehler oder technische Probleme gibt. Der/die Moderator*in sollte am besten mit der Arbeit vor der Kamera vertraut sein.

  • Den Unterschied, ob Zuschauer*innen eines digitalen Events vor dem Bildschirm einschlafen oder mitfiebern, bringt das Programm der Veranstaltung. Sorgen Sie für Interaktion! Nicht nur mit gängigen Tools wie beispielsweise "Slido", über welches das Publikum Fragen einspeisen kann. Denken Sie über den Tellerrand hinaus. Wie könnte man kleinere Workshops digital veranstalten? Wie könnte eine digitale Aktivierung aussehen?  

Let's do Live Shows!

Suchen Sie Inspiration bei Menschen, die schon seit Jahren im digitalen Raum unterwegs sind, wie "twitch" Streamer*innen und diverse erfolgreiche TV-Shows. Denn genau in diesen Formaten bewegt sich die Eventbranche momentan. Digitale Events sollten und müssen mehr als Show gedacht werden, um ihr Potential auszuschöpfen und sie zu einem nachhaltigen und gewinnbringenden Konzept werden zu lassen, dass nicht nur den Zuschauer*innen, sondern auch Produzent*innen und Kund*innen Spaß macht.

Zuletzt aktualisiert

Jul 9, 2021

Für Leser*innen mit wenig Zeit und mehr Fragen

Wie binde ich, engagiere ich Leute in virtuellen Veranstaltungen?

Die Kommunikation vom Bildschirm des Moderierenden zum Bildschirm der Zuschauer*innen, ist viel schwieriger, als die Moderation eines herkömmlichen Events. Deshalb nutzt Berlins Neue Kinder für digitale Events Elemente von Live Show Produktionen wie man sie aus dem Fernsehen kennt.

Wie funktioniert ein virtuelles/digitales Event?

Um ein virtuelles Event zu veranstalten braucht es Expert*innen aus den Bereichen der Redaktion, der Streaming Technik sowie der Organisation. Auf den ersten Blick mag ein virtuelles Event unkompliziert und einfach in der Umsetzung wirken. Doch wenn daraus ein Erlebnis werden soll, über das im Nachhinein positiv gesprochen wird, braucht es mehr als eine 16 Mbit Leitung und eine einfache Kamera.

Welche Tipps habt ihr für die Umsetzung eines digitalen Events?

Schicken Sie daher vor einem Event detaillierte technische Briefings an alle Speaker*innen und stellen Sie sicher, dass diese gelesen und alle Unklarheiten ausgeräumt werden. Für eine bessere Tonqualität können Sie USB-Mikrofone verschicken. Diese sind leicht in der Handhabung und schon ein mittelpreisiges Modell tut seinen Job. Führen Sie vor dem Event Verbindungstest mit den Speaker*innen durch und richten Sie gemeinsam mit ihnen das Bild ein (Sitzposition, Hintergrund, usw.) Wenn virtuelle Hintergründe genutzt werden, stellen Sie sicher, dass die Speaker*innen vor einem kontrastarmen Hintergrund sitzen, damit die Software die Umrisse der Person besser tracken kann. Engagieren Sie eine oder mehrere Moderator*innen, die bestenfalls in einem professionellen Studio stehen und durch das Hauptprogramm leiten. So haben sie mindestens eine sichere Bank, auf die sie setzten können, falls es Verbindungsfehler oder technische Probleme gibt. Der/die Moderator*in sollte am besten mit der Arbeit vor der Kamera vertraut sein. Den Unterschied, ob Zuschauer*innen eines digitalen Events vor dem Bildschirm einschlafen oder mitfiebern, bringt das Programm der Veranstaltung. Sorgen Sie für Interaktion! Nicht nur mit gängigen Tools wie beispielsweise "Slido", über welches das Publikum Fragen einspeisen kann. Denken Sie über den Tellerrand hinaus. Wie könnte man kleinere Workshops digital veranstalten? Wie könnte eine digitale Aktivierung aussehen?

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